Wahre Spiritualität und Ein Kurs in Wundern
Was, wenn du dich in den wichtigsten Dingen deines Lebens irrst? Was, wenn ausgerechnet dein Denken dich daran hindert, die Wahrheit zu erkennen, nach der du suchst?Wir alle haben Vorstellungen davon, wer wir sind, wie die Welt funktioniert und was richtig und falsch ist. Wir verteidigen unsere Überzeugungen, suchen die Ursachen unserer Probleme und erwarten, dass sich etwas im Außen verändert, damit es uns besser geht.
Aber hast du jemals in Betracht gezogen, dass nicht nur deine Antworten falsch sein könnten, sondern bereits die Art und Weise, wie du die Fragen stellst?
Was, wenn du die Welt nicht so siehst, wie sie ist, sondern so, wie du gelernt hast, sie zu sehen? Und was, wenn das auch für deine Vorstellungen von Spiritualität gilt?
Das Ego – der blinde Fleck unserer Suche
In Ein Kurs in Wundern wird das grundlegende Hindernis auf dem Weg zur Erkenntnis als Ego bezeichnet. Gemeint ist damit nicht einfach Selbstsucht oder Eitelkeit, sondern die Überzeugung, ein eigenständiges, von allem anderen getrenntes Wesen zu sein.Aus dieser Vorstellung entstehen Gegensätze: Ich und die anderen, richtig und falsch, Täter und Opfer. Wir suchen die Schuld beim anderen, verteidigen unsere Sicht der Dinge und versuchen, unseren Frieden von äußeren Umständen abhängig zu machen.
Doch was, wenn die Trennung, die wir für selbstverständlich halten, nicht die Wahrheit über uns ist, sondern eine Überzeugung, an der wir festhalten?
"Nichts, was die Welt glaubt, ist wahr.”
(EKIW: Lektion 139, 7. 1.)
(EKIW: Lektion 139, 7. 1.)
Das Überraschende daran ist: Selbst unsere spirituelle Suche kann sich diesem Denksystem unterwerfen. Wir können versuchen, ein besserer, bewussterer oder spirituell fortgeschrittenerer Mensch zu werden, ohne jemals infrage zu stellen, wer dieser Mensch eigentlich ist.
An dem Tag, an dem wir unseren spirituellen Weg beginnen, beginnt auch unser Ego, ihn für seine Zwecke zu nutzen. Das ist es, was das Ego immer tut: Es versucht, die Form beizubehalten, aber den Inhalt zu verändern. Wir übernehmen die Begriffe der Spiritualität, sprechen von Liebe und Vergebung – und halten gleichzeitig an Schuld, Bewertung und Trennung fest.
Kann das Ego sich selbst erlösen?
Wenn unser Denken das Problem hervorbringt, kann es dann aus eigener Kraft die Lösung finden? Kann ein Denksystem, das alles nach seinen eigenen Maßstäben beurteilt, erkennen, dass gerade diese Maßstäbe das Hindernis sind?Ein Kurs in Wundern eröffnet eine andere Möglichkeit: Wir müssen nicht lernen, immer besser innerhalb unseres bisherigen Denksystems zu funktionieren. Wir können lernen, dieses Denksystem selbst infrage zu stellen.
"Schmerz ist unmöglich. Es gibt keinen Gram mit irgendeiner Ursache. Und Leiden jeder Art ist nichts als ein Traum. Das ist die Wahrheit, die zuerst nur gesagt, dann viele Male wiederholt wird, um als Nächstes mit vielen Vorbehalten nur zum Teil als wahr akzeptiert zu werden. Dann aber wird sie immer ernstlicher erwogen und schließlich als die Wahrheit angenommen werden. Ich kann beschließen, alle verletzenden Gedanken zu verändern."
(EKIW: Lektion 284, 1. 2.-7.)
Der Kurs bezeichnet die Hilfe, die uns dabei zur Verfügung steht, als den HEILIGEN GEIST – die Stimme für GOTT, die uns eine andere Sichtweise eröffnet. Eine Sichtweise, die nicht von Angst, Schuld und Trennung ausgeht, sondern von Liebe und Vergebung.
Dabei geht es nicht darum, neue spirituelle Überzeugungen anzunehmen. Es geht darum, die eigenen Überzeugungen nicht länger für die Wahrheit zu halten und die Bereitschaft zu entwickeln, anders sehen zu lernen.
Eine Einladung
Die entscheidende Veränderung liegt nicht darin, dass wir zu einem besseren Menschen werden, sondern darin, dass wir unsere Vorstellung davon infrage stellen, wer wir überhaupt sind.Genau darum geht es bei Ein Kurs in Wundern.
Auf dieser Website teile ich Gedanken über Spiritualität, das Ego, Schuld und Vergebung sowie über die Möglichkeit, uns selbst und die Welt grundlegend anders wahrzunehmen. Es sind Gedanken, die mich inspirieren und mir hilfreich erscheinen. Sie sollen zum Nachdenken anregen und dazu einladen, sich selbst mit dem Kurs auseinanderzusetzen.
Du musst meinen Überlegungen nicht zustimmen. Aber vielleicht bist du bereit, eine Frage zuzulassen:
Was, wenn nicht die Welt sich ändern muss, damit du Frieden finden kannst, sondern die Art und Weise, wie du sie siehst?
“Wahrnehmung wird durch Projektion erzeugt. Die Welt, die du siehst, ist das, was du ihr gegeben hast, nicht mehr als das. Doch wenn sie auch nicht mehr als das ist, ist sie auch nicht weniger. Deswegen ist sie für dich wichtig. Sie ist das Zeugnis für den Zustand deines Geistes, das äußere Bild eines inneren Zustands. Wie ein Mensch denkt, so nimmt er wahr. Suche deshalb nicht, die Welt zu ändern, sondern entscheide dich, dein Denken über die Welt zu ändern. Die Wahrnehmung ist eine Folge und nicht eine Ursache.”
(EKIW: Kapitel 21, Einleitung, 1. 1.-8.)
“Die Wahrnehmung ist konsequent. Was du siehst, spiegelt dein Denken wider. Und dein Denken spiegelt nur deine Wahl dessen, was du sehen willst.”
(EKIW: Lektion 130, 1. 1.-3.)
Ein Kurs in Wundern (A Course in Miracles) wurde 1976 in den USA von der Foundation for Inner Peace veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung erschien 1994 im Greuthof Verlag.
Diese Website ist Ausdruck meiner persönlichen Begeisterung für den Kurs. Sie soll ihn weder ersetzen noch seine Lektüre überflüssig machen, sondern dazu einladen, sich selbst mit ihm auseinanderzusetzen.
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Alles LIEBE,
Heinrich
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Aktuelles
Der Fall David
Ich habe einen Roman geschrieben. Auf den ersten Blick ist es ein Kriminalroman. Doch hinter der Kriminalgeschichte steckt noch eine andere Ebene: Es geht um die großen Fragen nach Religion, Spiritualität und unserem eigenen Denken – und am Ende auch um Ein Kurs in Wundern.Im Laufe der Geschichte begegnet der Kommissar dem Kurs und beginnt, sich mit dessen Gedanken auseinanderzusetzen. Was zunächst wie eine ganz gewöhnliche Ermittlung beginnt, wird für ihn zunehmend zu einer persönlichen Reise. Der Kurs wird allerdings erst im letzten Kapitel erwähnt.
In meinem gerade entstehenden zweiten Roman verfolge ich diesen Weg weiter. Der Kommissar hat den Kurs inzwischen absolviert und alle 365 Lektionen durchlaufen. Im zweiten Teil wird es daher darum gehen, wie sich die Gedanken und die Lehre des Kurses ganz konkret im Alltag des Kommissars auswirken – also nicht nur als Theorie, sondern im ganz normalen Leben.
Während Kommissar Gottlieb im ersten Roman noch die Sprüche Salomos aus der Bibel zitiert, bezieht er sich im zweiten Teil nur noch auf den Kurs. Der erste Roman soll Menschen auf den Kurs aufmerksam machen. Der zweite ist eher ein Roman für Kurs-Schüler.
Den Roman kannst du in ca. 2 Wochen bei Amazon, Thalia und im gut sortierten Buchhandel erwerben. Und falls dir das Buch gefällt, würde ich mich natürlich auch sehr über eine Rezension auf der jeweiligen Verkaufsplattform freuen. Gerade bei einem neuen Buch sind ein paar persönliche Stimmen von Lesern unglaublich hilfreich.
Alles LIEBE,
Heinrich